Tag 18 – Moon Hill

Heute morgen sah das Wetter schon bedeutend besser aus – was man von Jesko nicht unbedingt sagen konnte: Seine chinesischen Freunde hatten ihm wohl ein paar Bier zu viel ausgegeben …
Das Bier hier ist eigentlich ganz gut und ist etwas leichter als bei uns. Daher trinken wir hier ganz gerne Bier entgegen unseren Gewohnheiten. Und noch etwas: Bislang hatte ich noch keinen Kaffee (Jesko: „Wie hast Du das denn geschafft???“).

Zum Fruehstueck hatten wir auch wieder einen Pott Tee. Eigentlich hatten wir eine Mopedtour vor, aber daran war nicht wirklich zu denken. Jesko hat sich ins Bett verzogen und wir restlichen Drei haben das gemacht, was man in China mal gemacht haben soll: Fahrrad fahren. Nach intensiven Preisverhandlungen haben wir drei Raeder gemietet und uns ins Getuemmel gestuerzt.
Zwischen den Karstbergen geht es recht eben, von daher also kein Problem. Und der eine grosse Kreisverkehr war erfreulicherweise gerade nicht so doll frequentiert. Unser Ziel war der Moon Hill, ein Karstberg mit einem Steinbogen. Den haben wir leicht gefunden und haben uns an den Aufstieg gemacht (Stichwort: Waden, auaahh). Uns lief die Sosse nur so: Es ist gut warm und schwuel,schwuel, schwuel! Ich schwitze noch nicht mal in der Sauna an den Beinen: Heute Porenreinigung pur!
Oben haben wir an Station 1 Pausegemachtund die Aussicht auf diese phantastische Kulisse genossen. Dann weiter zuStation 2: Whow, von dort aus sieht der Bogen superklasse aus! Kletterer klettern den uebrigens manchmal komplett durch. Ueberhaupt ist es hier ein Eldorado fuer Kletterer.
Auf die Raeder geschwungen und zurueck: Mein Sattel liess sich leider nicht weiter nach oben stellen und auch die Gangschaltung war nicht so dolle. Ich konnte entscheiden zwischen dolle treppeln und richtig dolle treppeln – ich wollte aber nicht jammern. Kurz vor der Stadt hat Sönke zum Endspurt angesetzt. Er hat sich immer wieder umgedreht und gedacht:“Hey super, sie kommt ja noch richtig gut mit.“ – Meine Gedanken hingegen waren nicht wirklich salonfähig … Na wenigstens hat er Respekt bekundet, nachdem er erfahren hatte, wie gut das tatsächlich gewesen war. Nun, wieder ein Pfündchen weniger, schätze ich, die ich auf den Rippen habe. Eigentlich will ich gar nicht abnehmen, aber das passiert hier einfach. Und nicht nur mir geht es so, auch Sönke.
Mein Rad haben wir abgegeben, die Jungs wollten die Räder noch nehmen, um zum Secret Beach zu fahren: Aber das hat sich dann auch kurzfristig erledigt, weil Kevins Verdauungstrakt den regulären Betrieb versagt hat …
Den restlichen Tag haben Sönke und ich auf der Dachterrasse mit Berichte schreiben und Ähnlichem verbracht und waren abends nochmals essenstechnisch unterwegs – bewegt hatten wir uns schließlich genug.

2 Kommentare zu „Tag 18 – Moon Hill“

  1. 08.08.12
    Hallo ihr Lieben!

    es scheint nicht nur eine Regenreise (+ Schweißreise) zu sein, sondern nebenbei auch eine Bierreise!
    Im Fernsehen werden in Südchina Überschwemmungen durch Taifune gezeigt – hat das auch Auswirkungen auf eure Unternehmungen?
    Weiterhin eine erlebnisreiche Reise, auch wenn es anstrengend wird, wünschen Kevin gute Besserung!

    1. Hallo Zuhause,

      eigentlich waren es nur zwei Tage Regen, aber es ist ziemlich schwül. Ansonsten merken wir davon nichts. Heute fahren wir nach Guangyang (3 Stunden Bus) und übermorgen geht es wieder in nördlichere Gefilde, nach Szechuan (Sichuan).
      Kevin geht es wieder besser.
      Grüße aus dem Reich der Mitte, Elke

Die Kommentare sind geschlossen.