Tag 17 – it’s raining again

Wenn die Temperatur nicht so um die 30 C gewesen wäre, hätte ich gesagt: Typisch norddeutsches Schietwetter!
Mit Regenjacken sind wir zu einer Bank gelaufen und haben Sönkes uralte Travellerschecks eingelöst – puh, das verschafft uns etwas Luft.


Dann sind wir noch durch den überdachten Markt geschlendert: Viel frisches Gemüse, Obst und allerlei Kuriositäten – Frösche und anderes Getier.

Und ja – empfindliche Gemüter überlesen das jetzt bitte – Hund: Wie die geschlachteten Hühnchen hingen sie da am Haken. Sie gelten als Delikatesse und sind in den Restaurants sehr teuer – deshalb wird man normalerweise nicht in Verlegenheit kommen, Hundefleisch irgendwo untergejubelt zu bekommen. Aber ich habe schon schwer schlucken müssen.
Anschließend sind wir noch durch einen Park geschlendert und dann durch die Weststreet zurück.
Die Weststreet ist ein chinesisches Musterbeispiel an Geschäftstüchtigkeit: Tagsüber ewig viele Touristenshops, abends werden die Sachen zum Teil zur Seite geräumt und die gastronomische bzw. Bar-Fraktion übernimmt das Zepter. Geht man dort bei Regen mit norddeutschen Regenjacken durch, so kann man Kung-fu-Abwehr gegen Regenschirme üben …
Unsere Youngsters waren noch etwas müde bzw. hatten keine Lust, durch den Regen zu latschen. Sönke und ich haben uns davon nicht abschrecken lassen und sind wieder losgezogen. Dieses Mal haben wir die Richtung zum Fluß eingeschlagen: Das Panorama ist einfach beeindruckend. Nach dem vielen Regen hatte „der Bach gut Wasser“ – wie ich als Paddlerin sagen würde.

Spontan haben wir uns entschlossen, eines der Bambusflöße zu mieten und damit nach Fu-Lin zu fahren: Ein Traum! Diese Karstberge bilden eine phantastische Landschaft. Das bambusgesäumte Ufer sieht toll aus und zwischendrin immer wieder Wasserbüffel. Und war da was los auf dem Fluß! Ewig viel von diesen Flößen.
Ah, die zweite Speicherkarte ist voll (6 Giga insgesamt) – nun kommt meine 16 Giga zum Einsatz.
Abends hat Jesko uns zu einem Nudelrestaurant gefuehrt: Den Nudelmachern schaue ich zu gerne zu, wie sie den Teig zu immer laengeren Nudeln ziehen. Wirbestellen immer unterschiedliche Sachen, so koennen wir immer gut durchprobieren. Dieses Mal hat mir ein etwas saeuerlicher Nudelsalat (aehnlich wie Soenkes Glasnudelsalat) am besten geschmeckt.

Auf dem Rückweg sind wir ob der rauslinsenden Sonne noch auf einen kleineren Karstberg mitten in der Stadt gestiegen: 2. Tag Muskelkater – muss ich mehr sagen? Aber der Ausblick auf die Stadt war hübsch.
Kevin zog sich mit seinem Jetlag insBett zurueck, Soenke und ich genossen wieder die Dachterrasse und Jesko, nun, jaa, siehe morgen….