Wir haben uns von Jesko verabschiedet: Er hat den Zug nach Guilin genommen, um sich dort von allen zu verabschieden und seine Sachen zu packen. Dann geht es auch für ihn nach Hause bzw. ins Studentenleben.
Und wir haben den Flieger nach Beijing bestiegen – 48 Stunden Zugfahrt wären nicht so prickelnd gewesen. Dann haben wir noch drei Tage, um Peking unsicher zu machen, bevor der Rückflug auch für uns ansteht.
Nachmittags sind wir in Peking angekommen: Bei unserer Ankunft vor einem knappen Monat hatten wir den seltenen blauen Himmel – dieses Mal grauesten Smog. Noch nie habe ich so einen Smog erlebt – wie bei uns starker Nebel, nur viel grauer und abgasiger.
Im recht flott gefundenen Hostel haben wir unser Gepäck abgeladen und haben beschlossen, mit der U-Bahn in Beijings Nordteil zu fahren, um zeitgenössischere Architektur zu bewundern. Ein paar Mal sind wir umgestiegen und jede U-Bahn war knallevoll. Erwähnte ich schon mal, dass ich bei solchen Gelegenheiten ein mega-unwohles Gefühl hege, in Paniknähe angesiedelt? Ich war so froh, Sönke als Wegbahner und Kevin als Rückendeckung zu haben … Nur dieses leicht belustigte Grinsen in Sönkes Gesicht, das habe ich ja gar nicht verstanden …
Und dann waren wir da: Na, mindestens meine Judo- und sport-id-Kollegen sollten wissen, was das für ein Bild ist.
Nein? Dann noch eines hinterher:
Genau – der Olympiapark von Beijing 2008. Eine irre tolle Architektur – da können die Chinesen wirklich stolz drauf sein! Es gibt da übrigens auch eine Mauer, in die alle Medaillengewinner der Spiele 2008 und auch der Paralympics eingraviert sind – das find ich klasse! Natürlich haben wir auch geschaut, ob sie das mit Ole Bischoff richtig gemacht haben – war alles ok, kann man so stehen lassen 😉
Beim Olympiaturm war ein riesiges Fresszelt aufgebaut: Eine neue Taktik für Spinnenphobiker eröffnete sich da – esst die Viecher einfach auf … Geht auch mit Skorpionen.
Mit der U-Bahn (quetsch, drängel, schubs) sind wir wieder zurück und haben auf dem Rückweg noch sehr lecker gegessen. Gerade noch rechtzeitig hatten wir unser Essen bestellt und bekommen, dann strömten die Fussballfans des Pekinger Fussballclubs in das Lokal – das Spiel war zu Ende und alle schauten zufrieden, sie hatten wohl gewonnen. Meine kalten, ganz dünnen Nudeln mit Gurke und Tomate waren mit einer leicht scharfen Soße (mit Koriander, den ich – neben Ingwer – so gern mag) angemacht – ich hätte durchaus noch zwei Teller davon essen können.


