Pizza auf der Piazza

Ganz sagen wir der Toskana noch nicht Adieu: Ziel ist der südliche Zipfel der Toskana.
Koffer packen, den netten Wirten und dem norwegischen Radlerhaufen tschüß sagen und los.

Auf dem Weg in den Süden haben wir noch San Gimignano „mitgenommen“: Das Manhattan Italiens. Es geht hier um die Skyline – und das kam hier so: Jede Familie, die etwas zu melden hatte, hat einen Turm gebaut (einen „Geschlechterturm“). Also kurz, je größer der Turm, desto mehr hat man (angeblich …) zu melden. Nachdem zeitweise fast bürgerkriegsähnliche Zustände dort geherrscht haben, sind dort ziemlich viele, ziemlich hohe Türme gebaut worden. Daher die Skyline. Nun, im Krieg sind einige davon kaputt gegangen, es ist aber immer noch beeindruckend. Vor allem für Amerikaner und Chinesen …

Wir sind getreu dem Motto „unser tägliches Türmchen gib uns heute“ auf den Hauptturm aufgestiegen: Diese Blicke über Stadt und Land sind imer wieder schön! Wir sind noch durch die Gässchen und das ein oder andere Museum getingelt: Alles nett, alles gut, alles schön.

Auf unserer Route lag auch noch Siena, die Stadt mit dem hufeisenförmigen Platz und dem Pferderennen. Gut, dass wir das Pferderennen nicht mitbekommen, war terminlich klar. Aber den Platz und die Stadt wollten wir denn doch ansehen. Mit dem Parkplatz hatten wir Glück und konnten recht nah das Auto abstellen. Wir sind vom Westen in die Stadt gelangt und die enge lange Straße zur Piazza gelaufen.

Der Platz hat einfach so einen Charme! Klar, die Form, die alten Häuser, das tolle Rathausgebäude und die Oper dazu: Aber es sind auch die Leute. Touristen und Einheimischen „gehört“ dieser Platz. Und wir haben in einem der Restaurants unsere erste Pizza gegessen. Mit einem Rundgang via Dom, der sowohl vorne als auch hinten je ein beeindruckendes Portal aufweist, sind wir wieder zum Auto zurück.

Weiter ging es Richtung Rom bis nach Ortebello, einer früheren Insel, die aufgrund von Versandung nun eine Halbinsel ist. Wir sind ordentlich darauf herumgekurvt! Tolle Ausblicke, tolle Macchia, steile Felsen, die Nachbarinseln – nach der ganzen Kultur und dem Rummel drumherum durchaus erholsam. Gerne hätten wir die Insel ganz umrundet, sind aber von den Straßeverhältnissen ausgebremst worden: Schotterpiste mit Jeepempfehlung – das haben wir unserem Ford denn doch nicht zugemutet ….

Zurück zum „Festland“ und das restliche Stückchen nach Capalbio: Dort hatten wir das nächste Hotel gebucht. Morgen wollen wir uns das alte Städtchen ansehen – für heute hat der Besuch eines dortigen sehr schnuckeligen Restaurants vollauf genügt.