Gestern abend hatten wir nochmal ein Musik- und Tanzerlebnis: In einer Bar spielten 5 Musiker auf. Nun ja, Dorfmusiker, aber voll gut drauf. Dazu zwei kleine Tische und vielleicht 10 Stühle im Raum verteilt. Dazu eine Tanzfläche von Telefonzellengröße. Einer der Männer konnte ganz gut tanzen und hat entweder allein oder mit einer der Touristenfrauen getanzt (die einheimischen Frauen gehen da nicht hin …). Elke und ich sind mit ins Geschehen eingestiegen mit Merengue. Und dann kamen immer mehr Tänzer und mitten im Tanz wurden fröhlich Partner gewechselt. 5 Paare auf der Tanzfläche? Geht!!! Und dann haben Elke und ich einen Tango getanzt: Jupp, damit haben wir uns in Portela bekannt gemacht. Unserem Guide Jason ist das auch prompt erzählt worden. Die Stimmung war richtig klasse – was ein Spaß! Und wir sind vom kommenden Tag an von einigen Männern richtig mit hallo begrüßt worden.
Heute sind wir mal schön gemütlich den nördlichen Rand der Caldera entlangmarschiert – dort wo immer die Wolken reinziehen. Und sofort wandelt sich das Bild: die Landwirtschaft wird ein wenig intensiver und unvermutet findet man sich in einem Wald voller Eukalyptos und Zypressen wieder. Am Ende der Bordeira kam dann der Nebel – oder besser: die Wolken. Wieder völlig andere Eindrücke: kühl und feucht und neblig – wie ein Frühling zuhause. Farne, Flechten, Moose – wären da nicht zwischendrin die Agaven, könnte man das glatt für ein deutsches Mittelgebirge halten. Morgen, beim Abstieg nach Mosteiros, gehen wir den selben Weg weiter – da soll sich die Landschaft wiederum ändern.
Aber wir sind bald umgekehrt, weil wir uns mit Jason (er nennt sich so weil die meisten Touristen Joao nicht aussprechen können…) verabredet waren. Er kam zur vereinbarten Zeit, ausgestattet mit Klettergurten, Helmen und Lampe. Dann ging es über die Lavafelder zu einer ziemlich versteckten Höhle. Hier ist der Magmastrom 1951 durchgerauscht und hat eine bizarre Höhle mit kleinen Magma-Stalagtiten hinterlassen – wunderschön! Nach Anlegen des Klettergeschirrs (gar nicht so einfach wenn die nur „Spargelgrößen“ haben – aber irgendwie ging’s dann doch…) ging es mit Sicherungsgurten eine steile Drahtseilleiter runter. Die Höhle war ca. 15 m hoch und ging dann ca. 30-40 m weiter, z.T. auf allen Vieren. Überall tropfte Wasser von der Decke (was Elke übrigens in der drauf folgenden Nacht im Traum das gesamte Wasserproblem Fogos lösen lies: Sie trieb überall Tunnel durch die Lava, fing unten das Wasser auf und leitete es in die Zisternen….). Die engste Stelle mussten wir durchrobben (gerade mal so groß, dass auch ich so eben durchgepasst habe…).
Das war echt nochmal ein Highlight….














Hallo Ihr zwei! Hab grad mal ein bisschen Sonne durch eure tollen Bilder und Berichte getankt – kann man zurzeit bei uns wirklich gut gebrauchen. Klasse, was ihr so alles auf den Inseln erlebt.
Ich freu mich schon auf den nächsten Tag!
Hier ist alles okay – Gruß Jutta + Rainer