Mit dem hauseigenen Lancha (kleines Boot) wurden wir zum Castillo (einer kleinen Burg) übergesetzt. Als Eintrittskarte hat es kein kleines Kärtchen gegeben, sondern ein nett gestaltetes Blatt mit der bewegten Geschichte des Castillo. Wir haben es dann auch ausgiebig erkundet und sind durch die Gänge, Treppen und Säle geturnt. Es war so ein Castillo, bei dem die Geschichte mit ein wenig Phantasie ganz lebendig wurde. Wie eng es damals zuging, wie stickig und lichtlos die Räume zum Teil waren und vor allem, dass man keinesfalls dort im Gefängnis landen wollte …
Vom Castillo sind wir ein paar Kilometer noch in brütender Sonne nach Río Dulce (also dem Ort) gelaufen – ein bissel Bewegung muss ja sein. Dort haben wir erst einmal gefrühstückt. Danach sind wir runter Richtung der großen Brücke gegangen, wo Silja in einigen Stunden ankommen sollte. Wir hatten uns in einem Café verabredet – ohjeh, das war aber gut versteckt. Nun, wir saßen kaum drin, da fing es an zu gießen – und zwar richtig! Gemütlich saßen wir erst bei einem Kaffee, dann bei einem Mango Daiquiri auf der Terrasse mit Blick auf den See. Die Schule war gerade zu Ende und ganz viele Schulkinder wurden per Boot von ihren Eltern abgeholt. Und dann entdeckte eine Frau im Café ein Manatee im Hafen – da war die Aufregung groß bei den Gästen und sogar der Bedienung. Ein paar Mal tauchten sie noch auf – echt schön!
Dann war es Zeit, dass Silja mit dem Bus ankommen sollte und wir sind zur Bushaltestelle. Der erste Bus kam – aber Silja war nicht drin. Hm. Dann kam der nächste Bus wieder nichts. Und dann schüttete es wieder wie aus Kübeln. Dann hörten wir, dass es einen Unfall mit Straßensperrung in Morales gegeben haben soll. Okay – also Verzögerung. Es dauerte und dauerte – keine Silja. Irgendwann versuchte Sönke Silja anzurufen – Handy aus. Oh Mann! Noch ein Riesenguß! Zwischendrin flitzte Sönke immer wieder ins Café – aber auch da keine Silja. Dann versuchte er es nochmals auf Handy – endlich, sie ging ran. Okay, halbe Stunde noch, sie war gerade in Morales. Und dann endlich war sie da – juhu, es hat geklappt, nun sind wir zu dritt unterwegs!
Unser „Haustaxi“ hat uns mit einem Zwischenstopp an der Bootstanke (flott – die Wolken sehen wieder dunkel aus) zurück zum Hotel gebracht – und hier sitzen wir nun gemütlich beisammen



Hallo ihr drei Weltenbummler!
Endlich mal einen Gruß aus der „südlichen“ Heimat, uns gibt es noch! Wir haben hier richtig Vorfrühlung bei (bis) 18°, genießen den Garten und können mittags faul in der Sonne herumliegen ( – dabei schreit der Garten nach Bearbeitung.) Ein Rätsel: „Ein Admiral sitzt auf dem Wohlriechenden Schneeball.“…
Wir freuen uns weiter auf eure tollen Berichte und auf die Bilder, die jetzt wieder kommen werden.
(Das neue Pad aber nicht wieder kostenlos abgeben!). Wir wünschen euch weiter eine gute und erlebnisreiche Reise.
Ganz herzliche Grüße
Hallo Zuhause,
lieben Dank! Wie? Ihr habt schon einen Schmetterling auf einem blühenden Schneeballstrauch?
Ja, wir haben durchaus beschlossen, etwas weniger großzügig mit unserer Elektronik umzugehen …
Liebe Grüße von uns Dreien!