„Zeit wird beendet“ oder „Fliegen über Familienköpfen“

Ohne Quatsch, das war die Meldung, die Sönkes Firmenhandy ausgegeben hat, als er es in Frankfurt ausgestellt hat.:“Zeit wird beendet.“ Kann es ein besseres Zeichen für den Urlaub geben? Stress- oder Arbeitszeit wird einfach ausgestellt – coole Sache!!! Also wirklich, ich bin total begeistert!
Weniger begeistert war ich vom frühen Weckerklingeln: 03:40 Uhr ist schon heftig. Kurz nach 4 sind wir ins Auto und um 6 Uhr rum (bissel Verspätung) hob der Flieger ab (Elke: 1/2 h dösen im Auto – tausend Sachen gehen noch durch den Kopf). Über den Köpfen dreier unserer Kinder fliegen wir Richtung Frankfurt (Elke: 45 Minuten schlafen – 500 Sachen gehen noch durch den Kopf). Frankfurt – noch etwas Zeit: Elke schläft weitere 45 Minuten (kann mich nicht erinnern, dass mir was durch den Kopf ging). Dann Einsteigen in den Flieger nach Malta: Nachdem ich Denzlingen vom Flieger erkannt hatte (M&P&Julia – hattet Ihr Schluckauf?), meiner Schwester im Südschwarzwald noch zugewunken hatte und den absolut wunderollen Blick auf die Alpen genossen hatte bin ich wieder – eingepennt (noch ein paar Sächelchen gingen mir durch den Kopf). Aussteigen aus dem Flieger, 28 Grad fühlen, blauen Himmel statt Nebelbänken sehen – ich bin immer noch verflixt müde, aber durchaus im Urlaubsmodus!
Am Flughafen haben wir uns gleich eine Bus-Wochenkarte geholt (6,50 € pro Person!!!). Mit dem Bus fuhren wir ca. eine Dreiviertelstunde zum Hotel und konnten dabei schon einige Eindrücke gewinnen. Punkt eins: Die Busfahrer haben es drauf und stehen Taxifahrern in Nichts nach! Punkt zwei: Es gibt kaum Gebäude, die eine andere Farbe als beige oder weiß haben – das gibt ein tolles Bild ab!
Der Check-In im Hotel lief problemlos ab und in leichterer Kleidung sind wir losmarschiert. So erst mal gucken, wo wir sind. Immer schön die Strandpromenade entlang, dann ein kurzes Stück mit dem Bus: Von der Promenade des Stadtteils Sliema hat man einen wunderbaren Blick auf Valleta (oder einheimisch: Il Belt).
Nachdem wir in der Pack-Hektik Kappe, Hut und Badeanzug vergessen hatten, haben wir uns auf die Suche gemacht – schwieriger als gedacht (vor allem der Badeanzug-Einkauf war nicht gerade eine selbstbewusstseinsfördernde Maßnahme!!!).
Mit dem Bus sind wir quer durch das Viertel Richtung Hotel gefahren. Ein kleines Restaurant direkt an der Strandpromenade war uns schon auf dem Hinweg aufgefallen: Dort sind wir denn auch eingekehrt und haben maltesische Kost genossen. Legggggggaaa!
Sönke hatte Spaghetti mit Kaninchenleber und ich Ricotta-Ravioli in perfekter Tomatensauce als Vorspeise. Weiter ging es mit Lampuki (eine Art Makrele) mit Kapernsoße, Oliven Tomaten beziehungsweise Kaninchen in Rotwein und Gemüse. Dazu ein Hauswein von der Nachbarinsel Gozo. Abschließend noch ein Lemoncello.
Sapperlott – im Vergleich zum gestrigen Tag ein enormes Kontrastprogramm!
Sönke stöbert gerade noch im Reiseführer – mal sehen, für welches Tagesprogramm wir uns für morgen entscheiden. Aber für heute ist genug – ich brauche mal richtg Schlaf …