Treiben lassen

Stahlender Sonnenschein, wie gehabt – also in den Bus gehüpft und quasi auf die andere Seite von Valleta gefahren: Erste Station Senglea, danach Birgo (Victoriosa) – mit Cospicua (da weren wir nicht) die drei verbundenen Städte. Jede hat ihre Hafenbucht, aber dennoch sind die drei Orte zusammengewachsen. In der ersten Bucht ist ein Industriehafen mit einem großen Dock, im zweiten Hafen lagen Schiffe, die mindestens von uns nicht aus der Portkokasse bezahlt werden können … Wir haben uns einfach durch die engen Gassen mit den alten Häusern treiben lassen, weitere Türklopferbilder gesammelt, an diversen Aussichtspunkten den Blick auf Valletta genossen, die Kreuzfahrtschiffe im Hafen bestaunt und um 12:01 Uhr die Abfeuerung der Kanone in Valletta beobachtet. Irgendwann hatten wir genug und die Hitze war zu groß, also haben wir uns in den klimatisierten Bus nach Mosta gesetzt. In Mosta gibt es die viertgrößte freitragende Kuppel in Europa: Da keine öffentlichen oder größeren Geldgeber da waren, wurden aus gesammelten Spendengeldern der Bau und der Architekt bezahlt. Aus Kostengründen gab es kein Gerüst und die Einwohner von Mosta haben selbst mit angepackt – 1833 war Start des Erweiterungsbaus, aber erst 1871 wurde die Rotunda fertig mit Platz für 1400 Menschen. Im zweiten Weltkrieg fiel eine Bombe durch die Kuppel in die mit 300 Menschen besetzte Kirche: Sie detonierte nicht und es wurde keiner verletzt – das Wunder von Mosta!
Wir versuchten noch zur Popeye-Village zu fahren, aber die Busse waren zu voll, daher haben wir den Rückweg angetreten. Nach einem prima Abendessen waren wir bettreif – auch wenn Sönke noch einen schwachen Versuch machte, mir den Tanzabend der älteren englischen Herrschaften schmackhaft zu machen …