Tag 13 – Im Regenwald gibt’s Regen halt

Mit einem Bus sind wir auf rund 1700 m hoch gefahren. Wir haben eine Hängebrückentour durch den Regenwald gebucht. Mal gut, dass wir unsere Regenjacken dabei hatten: Der Regenwald hat seinem Namen absolut Ehre gemacht!

Mit einem Guide sind wir in einer 8er-Gruppe losmarschiert: Den Berg hinauf bis zur ersten Hängebrücke. Diese, wie auch die anderen danach, führten über einen Bergbach mit gleichzeitigem Blick in die Baumkronen. Die Brücken schwanken beim Hinübergehen und bei der ersten Brücke war der Blick durch die Drahtgitter noch ungewohnt. Aber von Brücke zu Brücke hatte man sich schnell daran gewöhnt.

Während der Tour hat uns der Tourguide immer wieder auf kleine Dinge aufmerksam gemacht, die wir sonst nie registriert hätten: So haben wir Kolibri-Nester und auch ein Quetzal-Nest gesehen – die Bewohner waren aber leider ausgeflogen. Auch einige Pflanzen haben wir gezeigt bekommen und Pilze entdeckt. Und wir konnten einen über 400 Jahre alten Baum bewundern: Über und über mit anderen Pflanzen bewachsen – fast ein eigener Mikrokosmos.

Der Guide machte uns an einer Stelle auf die Ameisen auf unserem Weg aufmerksam: Ihn haben sie auch gebissen – er hat etwas geflucht. Und mir sind sie auf den Schuhen rumgekrabbelt. Ich war froh, dass ich sie schnell abschütteln konnte – normalerweise bin ich ja bevorzugte Zielscheibe dieser Spezies …

Auf der höchstgelegenen Hängebrücke hätte man einen schönen Blick ins Tal bzw. auf den Vulkan Barú gehabt – wenn die Wolken es zugelassen hätten. Vom Vulkan Barú aus kann man übrigens sowohl auf den Pazifik als auch den Atlantik sehen.

Wir hätten noch eine Verkostung des weltberühmten Geisha-Kaffees und anderer Sorten machen können, aber wir sind lieber wieder zurück nach Boquete und haben uns trocken gelegt.

Nach einer kurzen Pause sind wir in den Ort marschiert und haben uns ein Eis gegönnt: Das Ananaseis war echt vom Feinsten!

Eigentlich hatten wir vor, erst übermorgen zurück nach Panama zu fahren: Aber das ist der erste Mai und es sind Streiks und einige Demonstrationen angesagt. Von daher planen wir um und fahren schon morgen – wäre blöd, den Flieger zu verpassen. Kevin bleibt allerdings noch eine Woche hier und zieht dann Richtung Costa Rica, Guatemala, Mexiko, … weiter.

Insofern haben wir uns noch etwas guten Kaffee als Mitbringsel gekauft, haben ein Abschiedsessen mit Kevin und machen uns reisefertig.