Tag 1 Panama

Ganz schön heiß hier – das war der erste Eindruck, als wir gestern mit unseren Rucksäcken bepackt vor den Flughafen treten. Mit dem Flug hat alles prima geklappt, Gepäck ist auch da: Jetzt müssen wir nur noch zum Hotel finden. Aber auch das klappt auf Anhieb. Nach einem kleinen Snack und einem erfrischenden Bierchen sind wir nur noch ins Bett geplumpst.

Nach rund 24h Stunden mit sehr wenig Schlaf sollte man meinen, dass man gut schlafen kann: Aber der Ventilator war so laut, also haben wir ihn abgestellt. Was zur Folge hatte, dass ich die Mücken um meine Ohren sirren gehört habe. Was war jetzt die bessere Wahl? Und als ich just eingeschlafen war, krähten draußen die Papageien in der Hostelvoliere.

Jedenfalls ẃar mein Kreislauf nicht der allerfitteste, als Sönke mich geweckt hat. Hübsch langsam bin ich in die Aufrechte gekommen. Beim Frühstück haben wir dann beschlossen, dass wir gleich zum Kanal wollen. Mit U-Bahn und Bus sind wir ans Besucherzentrum der Schleuse gelangt. Wir hatten Glück, denn gerade war ein Frachter aus Norwegen in die obere Schleusenkammer gekommen – und das sollte das letzte Schiff am Vormittag sein. Ich hätte gedacht, das da permanent geschleust wird – so viele Frachter, wie wir im Anflug auf Panama vor der Kanaleinfahrt hatten liegen sehen. Langsam leerte sich das Becken, die Tore öffneten sich und mit Treidelloks würde der Riesenfrachter in die nächse Kammer gezogen.

Spannend waren dabei auch die Loks, die an einer Stelle ziemlich steil die untere Ebene erreichen mussten: Ich denke, dass das nur mit Hilfe von Zahnrädern klappt. Sehr beeindruckend! Anschließend haben wir uns noch einen 3D-Film über den Panamakanal angeschaut – auch sehr cool gemacht.

Zurück sind wir wieder mit dem Bus: Bei den Bussen dieser Linie stand abwechselnd mit der Beschriftung wohin der Bus fährt, eingeblendet: El canal es nuestro …

Wieder am Busbahnhof zurück, haben wir uns gleich in den nächsten Bus gesetzt. Ziel waren die Ruinen des alten Panama zu Gründungszeiten. Im dazugehörigen Museum war es schön kühl. Aber wir wollten ja die Ruinen sehen, also tapfer raus in die Gluthitze. Wir sind sogar einen Turm raufgestiegen und sind mit einem schönen Blick belohnt worden. Vornedran die alten Mauern, im Hintergrund die hochmoderne Skyline von Panama – was ein Gegensatz.

Durch die Mittagshitze sind wir von Schatten zu Schatten hangelnd wieder zum Eingang zurückgelaufen. Mein Kreislauf fand das nicht so prickelnd und ich war froh, als wir wieder im Bus saßen.

Zurück am Busbahnhof haben wir uns an einer Freßmeile etwas zu Essen geholt: Sönke hat irgendwas falsch bestellt, jedenfalls haben wir eine Riesenpackung erhalten, von der 10 Leute hätten satt werden können. Ich fürchte, das mit dem gesund ernähren wird nicht so ganz einfach hier.

Ob der Hitze wollten wir nicht viel laufen: Also sind wir mit dem dritten Bus zu ein paar vorgelagerten Inseln gefahren, die direkt gegenüber der Skyline von Panama liegen. Ein ganz toller Blick!

Versorgt mit einem Eis-Frucht-Milchshake sind wir noch zu Buchstaben mit dem Wort Panama spaziert. Der Fotospot war ziemlich frequentiert. Mir war das zu viel und ich bin schon zur Bushaltestelle vorgelaufen: Sönke hat es tatschlich geschafft, den Schriftzug ohne Leute zu fotografieren. Aber auch er hatte genug und so haben wir es für heute gut sein lassen.

Die Leute hier sind hier allesamt superhilfsbereit – das ist richtig auffällig. Voll schön.

P. S. Und wie jedes Mal haben wir Anlaufschwierigkeiten mit unseren Bildern – aber bekommen wir noch in den Griff.