Hi Ihr!
Nachdem wir hier in Guanyang eine Woche lang mehr oder weniger unterrichtet haben, hatten wir eine Woche Ferien, in der wir nach Guangzhou, der Stadt in der wir auch umgestiegen sind, gefahren sind. Mein diesiger Blog wird sich also hauptsächlich darum drehen, aber auch etwas geben, was es in meinem letzten Blog viel zu wenig gab: Bilder!
Das Unterrichten hier an der Grundschule in Guanyang ist extrem schwierig. Die Kinder sind zwar extrem gut (Amy, eine unserer Koordinatorinnen, meinte sogar, dass diese Grundschule die beste Grundschule im ganzen Staat ist!), aber es ist verdammt schwierig denen etwas beizubringen. Mein Hauptziel hier ist es, die Kinder dazu zu bringen, dass sie sich für Englisch interessieren, nicht zwingend ihnen was beizubringen. Das ist an sich gut, da ich viel mit denen machen kann/darf, was ich sonst nicht wirklich machen dürfte (singen, Spiele spielen, usw.) aber auch nicht so gut, da ich praktisch in meinen Stunden immer nur wiederhole. Je niedriger die Stufe ist, desto schwieriger wird das Unterrichten für mich: während der 5. Jahrgang easy peasy ist und praktisch alles was ich sage verstehen, kann ich bei dem 3. Jahrgang nur die Sätze benutzen, die sie vorher schön auswendig gelernt haben. Denn so ist hier eigentlich alles aufgebaut; Auswendig lernen! Aus dem Grund wiederholen die Schüler und Lehrer hier alles auch grauenvoll oft. Ein neues Wort wird im Unterricht mindestens 15 Mal von sowohl den Schülern als auch den Lehrern gesagt.
Es ist auch sehr schwer die Klassen zu unterrichten weil sie so riesig (50-60 Schüler!) sind. Da ist natürlich Frontalunterricht das Einzige, was wirklich effektiv ist… Obwohl ich versuche auch einmal einzelne Schüler etwas sagen zu lassen und auch ab und zu Gruppenarbeiten mache. Aber die Möglichkeiten sind sehr begrenzt.

Nichtsdestotrotz finde ich es immer noch super und die Kinder sind knuddelig! Ich muss mir jeden Tag wieder sagen, dass ich keins mitnehmen darf, denn wenn ich könnte, würde ich…
Kommen wir nun zu Guangzhou:
Am Freitag ging’s nochmal kurz nach Yangshuo, wo wir noch kurz für 3 Tage die letzte Zeit mit den Anderen genossen haben und den Urlaub geplant haben. Dann ging es am Montagabend um ca. 22:30 in einen Bus, der der absolute Hamemr war! Denn dieser Bus war ein Übernachtungsbus mit richtigen Betten. In Deutschland wäre das aufgrund von mehreren Sicherheitsvorschriften nicht möglich gewesen, aber in China pfeift man ja generell auf so etwas. Trotzdem waren die 9 Stunden Fahrt nicht ganz so angenehm, da die Betten ein wenig zu kurz waren.

Morgens um 6 sind wir dann, mehr oder weniger ausgeschlafen, in Guangzhou angekommen und sind erst einmal in die Innenstadt gefahren. Nach ca. 2 Stunden suchen haben wir dann auch ein Hotel gefunden, das „Motel 168“. Dort haben wir dann 3 Nächte übernachtet.

Guangzhou ist eine 12 Millionen Stadt und damit auch in China als groß angesehen. Das Besondere an dieser Stadt war, das wir drei (Raphael, Henning und ich) zum ersten Mal alleine irgendwo waren, wo alle um uns herum chinesisch gesprochen haben und wir praktisch auf uns alleine gestellt waren. Viel mehr gab es in dieser Stadt auch nicht wirklich, außer hohe Gebäude, Shopping-malls und dreckige Straßen. Bei Nacht wurde das allerdings alles ein wenig schöner, denn wirklich ALLES ist in China beleuchtet: Bei Hochhäusern sieht das ganz besonders schnieke aus, besonders da auch versucht wird alles besser und toller zu machen als die Anderen.

Besonder schön war diese Sicht von dem Dach des Hotels aus, auf welches wir aufgrund eines nicht ganz geschlossenen Schlosses gehen konnten. Also gab es Abends immer das obligatorische Bier auf unserer eigenen Dachterrasse mit einem megamäßigen Ausblick!
Wo wir von Ausblick sprechen, wir waren auch noch auf dem „Canton-tower“ dem 7. größten Gebäude der Welt und dem höchsten Gebäude Chinas. Die Aussicht war unglaublich, wäre aber noch schöner gewesen wenn wir keine Sichtbehinderung durch den Smog gehabt hätten.
Was noch erstaunlich war, war dass Guangzhou kein wirkliches Zentrum hatte: Es gab hin und wieder einmal eine Mall oder andere Sachen wie eine Partymeile, aber es gab nicht DIE Straße oder DEN Platz den die Stadt ausgemacht hätte. Es gab also an sich Zentren für alles, aber die waren ziemlich weit verstreut. und nicht in einem Zentrum. Das ist natürlich bei geringer Zeit und Sprachenkenntnis durchaus hindernd und ärgerlich.
So, wir haben hier jetzt eine volle Woche Unterricht (ja, 7 Tage) da aufgrund der freien Woche natürlich Unterricht nachgeholt werden muss. Also heißt das für mich vorbereiten, vorbereiten, vorbereiten.
Deswegen gibt’s jetzt erst einmal ein Adé von mir,
Jesko

Hey Jesko 🙂
freut mich, dass es dir da so gut geht.
ich kann mir ungefähr vorstellen wie du dich fühlst zum Beispiel als „Teeniestar“ usw. 😀 und bitte bring ein süßes kind und reiswein wieder mit zurück 🙂
liebe grüße aus dem sonnigen-herbstlichen hohen Norden 🙂
Mach doch mal ein paar Street-Fotos soo… Menschen auf der Straße… total spannend doch in China… kp, ob du das kennst und was ich so verlinken kann, aber auf µTube gibts da einen Kanal „DigitalRev“ der macht sowas in HongKong
Oh ja, das mache ich demnächst. Gute Idee, danke!
1. Du hast wohl nicht die Chinesische-Einheitslänge:
2. Ich will Street-Photography sehen 😮
Erklärungsbedarf 😀
Mein beileid so viele kinder! Mir sind 30 schon genug 😀