14. Tag: Lazy Day

Rumgegammelt.
Nein stimmt gar nicht: Flugticket Fogo klargemacht, auf den Bethlehem-Turm am Fischmarkt geklettert, Postkarten gekauft, geschrieben und versandt, Blumen für Dona Loutcha geholt. Okay, ansonsten rumgegammelt.
Nachtrag zu gestern:
Gestern abend waren wir ja von Dona Loutcha eingeladen und sie hat sich nach dem Essen zu uns gesetzt. Und ist in den Erzählmodus gerutscht: Unbedingt musste sie uns erzählen, was ihr gerade widerfahren war. Sie war mit dem Taxi zum Gottesdienst gefahren worden und nach dem Beten musste sie mal. Leider war der Küster schneller und hat sie eingeschlossen. Nun saß sie in der Kirche fest. Gott sei Dank hat der Taxifahrer Rabatz gemacht und auch Dona Louchta hat von innen gegen die Tür gebommert. Der alte Küster hatte ein Einsehen und die Kirche nochmals aufgeschlossen: Gerettet! Unsere Dona war noch ganz aufgeregt, konnte aber schon herzlichst drüber lachen!
Wir kennen jetzt ihre ganze Lebensgeschichte (nicht unspannend): Eine toughe Frau! Aber ich muss gestehen, dass mein Französisch durchaus an seine Grenzen gestoßen ist, als sie voller Elan aus ihrem Leben erzählt hat … Heute haben wir ihr ein paar Blumen gebracht (ja, wir haben tatsächlich ein Bumengeschäft ausfindig gemacht!) und sie hat sich ordentlich darüber gefreut.
Eigentlich wollten wir heute noch auf einen Berg, aber der war in Wolken, so dass sich das nicht wirkich gelohnt hätte. So steht nur noch Rucksack packen für morgen an: Um 5:30 Uhr in der Früh müssen wir zum Flughafen losfahren.
Und noch ein Nachtrag:
Heute haben wir gesehen, dass ein „Tannenbaum“ weggefahren worden ist. Klar, dass es hier keine echten Tannenbäume gibt: Dafür umso mehr mit Lichtschläuchen stilisierte oder aus Plastik – aber bitte nicht in grün, sondern so glitzrig als möglich. Und selbstverständlich mit blinkenden, bunten Lichterketten versehen. Wir haben wirklich kuriose Teile davon gesehen. Mein Favorit war einer, dessen „Äste“ aussahen wie weiße Flaschenbürsten (wahrscheinlich waren sie das auch …). Auch offizielle Gebäude sind dermaßen mit Lichterketten geschmückt – das kommt schon fast an China ran.