







Wir haben in unserem Hotel in Gamboa ausgecheckt – ein Ubertaxi hat uns in gut zwei Stunden zu unserer nächsten Zwischenstation gebracht. El Valle de Anton liegt etwas höher in (vulkanischen) Bergen: Die Luft ist gleich viel angenehmer. Das nutzen auch gerne die Einheimischen und haben hier kleine Fincas, um der Hitze der tieferen Lagen oder Städte zu entfliehen.
Besonders ist auch, dass es unglaublich viele Pflanzen mit wunderschönen Blüten gibt. Nach unserer Ankunft sind wir eine Runde durchs Dörfchen marschiert: Erfreulicherweise war der Himmel bedeckt, so dass ich mich nicht einmummeln musste. Wir sind kurz über den Markt gelaufen, haben noch Wasser gekauft und uns in ein Café gesetzt, um zu beratschlagen, was wir nun noch so anstellen könnten.
Ergebnis war, dass wir uns ein Taxi genommen haben und damit etwas außerhalb des Dorfes gefahren sind. Es gibt dort einen Stein mit präkolumbianischen Felsritzungen. Nun, wir haben aus den Zeichnungen nichts herauslesen können. Also sind wir entlang eines Baches den Berg hinaufgestiegen zu Wasserfall Nummer 1, anschließend über rutschige Steine weiter zu Wasserfall Nummer 2.
Sönke und ich haben da die Segel gestrichen: Silja aber wollte den ganzen Trail weiterlaufen. Versorgt mit Wasser und Kleingeld für Taxi oder Bus ist sie weitergeturnt: Bestimmt hatte sie von oben einen tollen Blick auf die Caldeira.
Vorsichtig sind wir zwei Alten über die glitschigen Steine zurück und sińd heile unten angekommen. Gerade rechtzeitig, um noch in einen der kleinen lokalen Busse zu hüpfen, die man überall anhalten kann. Eine Fahrt kostet gerade mal 25 Cent. Die Busse kennen wir ja schon aus Guatemala: Sie sind eng und werden gerne vollgestopft bis oben hin. Bei Sönke und mir ist es immer so, dass derjenige, der am Fenster sitzt etwas mehr Glück hat: Der andere hängt nämlich mit einer Hinterteilhälfte im Gang … Dieses Mal hat es wieder mich getroffen. Aber wir sind ja nicht lange gefahren.
In einem Hostel an der Hauptstraße haben wir uns noch eingetragen, um morgen einen Shuttle nach St. Catalina zu bekommen. Alternativ müssten wir die Tour mit den lokalen Bussen und zweimal umsteigen absolvieren.
Danach hatte ich wieder genug Sonne für heute und wir sind zurück in unsere Finca. Dort warten wir auf Silja, die bestimmt erst mal unter die Dusche möchte.