Willkommen
im Jahr des Drachens. In diesem befinden wir uns jetzt nämlich! In Beijing haben wir das neue Jahr mit ein paar Freunden auf dem Dach eines Hochhauses verbracht, was unglaublich schön war. Die Feuerwerke sind in allen Himmelsrichtungen neben uns explodiert. Die Chinesen sind wirklich die Meister der Pyrotechnik, die Raketen die hier abgeschossen werden sind um einiges größer, schöner und beeindruckender als die in Deutschland. Es gibt zum Beispiel Raketen, die, wenn sie explodieren, sich in ganz viele kleine Raketen auflösen und damit ein riesiges Gemälde in den Himmel malen. Bilder habe ich viele gemacht, aber nur wenige waren wirklich gut. Die Dunkelheit lässt grüßen.
Die Weitere Zeit, die wir in Beijing verbracht haben, war, wie ich erwartet hatte, langweilig. Das lag zum einen daran, dass ich einen Dauerhusten hatte, der schon fast an eine Lungenentzündung gegrenzt hat, aber auch daran, dass Beijing einfach eine riesengroße Stadt ist, in der alles unpersönlich ist. Das und mein „ich hab alles schon gesehen“ denken haben den Aufenthalt dort ziemlich langweilig gestaltet. Ich habe aber dennoch ein paar nette Menschen kennengelernt und hatte einen schönen Geburtstag. Doch danach ging es auf auf gen Qingdao, einer alten deutschen Kolonie mit dem besten Bier Chinas.
Qingdao war eine Stadt, die zwar okay war, aber auch irgendwie langweilig. Die (selbstverständlich) größte Attraktion ist die Brauerei, welche con den Deutschen gegründet worden ist und bis heute noch nach dem deutschen Reinheitsgebot braut. Das Qingdao-Bier ist auch das Einzige, das exportiert wird. Auch wenn es in den meisten Orten wie Wasser mit ein wenig Alkohol schmeckt, gab’s in der Brauerei echt gutes Bier, auch, unter anderem, dunkles Bier und „Rohes Bier“. Das hat dann extrem voll geschmeckt und hat einen nebenbei noch glücklich gemacht.
Es gibt in Qingdao auch einmal im Jahr ein Bierfestival, welches groß besucht wird. Generell hat die Stadt das Thema Bier zum Höchsten erklärt. Es gibt eine „Bierstraße“, welche die meistbesuchte Straße der ganzen Stadt ist. In dieser Straße sind die Mülleimer in Fassform, die Bänke sind Bierflaschen, Gullis sind riesige Bierdeckel und vieles, vieles mehr.

Anyway, wir haben dann eine Tour durch das Museum und die Fabrik gemacht, was ganz nett war, aber nicht besonders erwähnenswert ist. Ich wette ihr kennt euch alle gut mit Bier und dem dazugehörigen Brauverfahren aus.
Des Weiteren gibt es in Qingdao viele Häuser, die alte deutsche Bauten sind. Zuerst habe ich sie gar nicht bemerkt, dass das so ist, aber dann habe ich mir die Häuser angeguckt und gemerkt, dass die doch wie Altneumünster aussehen. Spannend!
Es gibt auch ein „Europäisches Viertel“, wo ganz viele Häuser sind, die europäisch aussehen. Das mag sich jetzt spannend anhören, ist aber für einen Europäer relativ langweilig. Es sind nämlich wirklich nur stinknormale Häuser, die aussehen wie die in Europa.
Danach ging es auf zum Zug, mit dem wir 2 Tage lang gen Südwesten gefahren sind. Angekommen sind wir dann in Binyang, aber davon werde ich euch mehr in meiner nächsten Geschichte erzählen! Tschüss!
P.S.: Als Abschied habe ich noch ein schönes Bild aus dem Museum für euch;) Zoomt herein!

Die Bierstraße klingt interessant! 😀 Aber muss man den Chinesen erst erklären, wie man Bier zu trinken hat?? Also hier in Neuseeland kann man auch deutsches Bier kaufen, wenn man das Geld hat. Neuseeländisches ist ja schon teuer genug.. ;D