Mindelo bei Tageslicht sieht schon etwas netter aus:
Unsere Stadtbesichtigungstour haben wir auf einem Platz begonnen, auf den die Stadt kleine Pavillons gestellt hat, um die ganzen senegalesischen Händler von der Strße zu bekommen. Nun, Sonnenbrillen, Cappies, Uhren, T-Shirts haben uns nicht wirklich interessiert und so sind wir recht zügig weiter über den Gemüsemarkt zum Fischmarkt. In den Gewässern um die Inseln wird viel Fischfang betrieben, mit all den Problemen bezüglich Überfischung durch nicht einheimische Fischer und den lokalen Fischern mit dem Wissen um Erhaltung des Fischbestandes.
Vor allem Garupa (Red Snapper) und Thunfisch werden gefangen, wir haben aber auch eine Muräne gesehen. Dazu kommen noch Krustentiere und Tintenfische: Wobei wir nur Letztere entdeckt haben.
Draußen am Strand wurden die Holzfischerboote repariert: Noch richtig traditionell mit Planken ersetzen und Rillen mit Band versiegeln.
Vorbei am Denkmal zur ersten Atlantiküberquerung, an Häusern aus der Kolonialzeit sind wir durch die Gassen getingelt. Pflichtbewußt sind wir sogar in ein Museum zum Thema traditionelles Kunsthandwerk gegangen – nun ja.
Auf dem Platz vor dem Museum sollte es freies WiFi geben, aber das war nicht so dolle: Daher sind wir in ein Internetcafé gegangen und haben dort den Bericht des Vortages in den Blog gepackt und kurz Mails gecheckt. Ich finde es sehr beruhigend, diese Verbindung zu haben und ggf. kurze Rückmeldungen geben zu können.
Da meine zu Hause mühselig gesuchten und gefundenen Speicherkarten für die Kamera schon wieder irgendwie verschwunden waren und meine Karte so gut wie voll ist, haben wir halt eine weitere gekauft: Nun kann es mit Bildern weitergehen.
Ziemlich plan- und ziellos haben wir uns weitertreiben lassen und haben uns irgendwann in die Marina in den Schatten gesetzt und ein Bier getrunken. Pedro, ein 68-jähriger Mann hat sich zu uns gesellt und erzählt: Wie so viele Kapverdianer, ist auch er in der halben Welt unterwegs gewesen, um Geld zu verdienen.
Schließlich sind wir zurück zum Hotel und haben einen Riesenbeutel Schmutzwäsche gepackt und sind zu einer Wäscherei: Während die Wäsche in den Maschinen so ihre Runden drehte, sind wir nur faul rumgehockt und haben Leute beobachtet.
Dann war es auch schon Zeit: Wir hatten einen Tisch in einem Restaurant reserviert, in dem Live-Musik spielen sollte. Dieses Mal waren es nur zwei Musiker: Ukulele bzw. Tommel und Gitarre, dazu haben die beiden gesungen. Den Ukulele-Spieler hatten wir am Vorabend schon in der anderen Gruppe spielen hören: Er hat auch uns erkannt und sich gefreut, dass wir ihm wieder zuhören.



