Unsere erste Reiseetappe war um 11 Uhr geschafft und der Bus hielt an der Bahnstation von Fenqihu. Wir konnten unsere Rucksäcke mit Hilfe dreier älterer Damen in Schließfächer einschließen. Überhaupt: Die Leute sind superfreundlich und hilfsbereit. Ganz oft fragen sie, woher wir kommen: Wir müssen die Aussprache von deguo, also Deutschland, noch etwas in der Intonation üben – ernst nach dem zigsten mal verstehen uns die Leute. Und prompt kommt ein „welcome in Taiwan!“ (Chinesisch ist eine Tonhöhensprache: Es ist also ein Unterschied, ob man mit der Stimme nach oben, unten oder kleinem Schlenker spricht oder im Ton gleich bleibt).
10. Tag – Ruckelzuckel-Reisetag weiterlesenArchiv der Kategorie: Taiwan 2020
9. Tag – Alishan: Giganten
Über eine kurvige Bergstrecke haben wir Alishan erreicht. Lange Zeit sind wir an einem gewaltigen ausgetrockneten Flussbett entlang gefahren. Zwar floss gerade nur ein Bächlein hinunter, aber die großen Flusssteine zeugen davon, mit welcher Kraft und Wucht das Wasser herabrauschen kann. Bagger haben an verschiedenen Stellen Kiesel herausgeholt: Es wird sicherlich als Baumaterial verwendet. Und seitlich gab es immer wieder kleine Felder, die es vermutlich bei der nächsten Flutung wegschwemmt. Irgendwann sind wir abgebogen und der Bus kletterte tapfer in vielen Kurven auf einen Pass in 2600 Metern Höhe. Steil fallen die Berghänge ab und sind an vielen Stellen abrutschgefährdet. Es gibt viele Straßenüberbauungen und Hangabsicherungen, damit die Straße nicht verschüttet wird.
9. Tag – Alishan: Giganten weiterlesen8. Tag – Sun-Moon-Lake oder „Yamiasan Mimradl Da“
Heute vormittag haben wir die Rucksäcke geschultert und haben uns auf den Weg um Sun-Moon-Lake gemacht. Der Bus erreichte ihn um die Mittagszeit. Ein (überteuertes) Taxi hat uns zu unserer Unterkunft gebracht, einer richtig coolen Unterkunft. Die Besitzer haben neben ihr Haus im Urwald bunte Container gestellt und zu Zimmern umgebaut. Allerdings waren wir etwas früh, daher haben wir uns von den Leuten zurück ins Dorf bringen lassen. Dort haben wir uns Fahrräder ausgeliehen: Nicht den kompletten Weg, aber weite Strecken um den See gibt es einen schönen Fahrradweg mit hübschen Aussichtspunkten auf den See.
8. Tag – Sun-Moon-Lake oder „Yamiasan Mimradl Da“ weiterlesen7. Tag – Gemütlicher Ausflug nach Lugang
Eine Woche sind wir schon unterwegs! Nachdem wir gestern so viel auf dem Programm stehen hatten, wollten wir heute ein gemächlicheres Sonntagsausflugsprogramm starten.
7. Tag – Gemütlicher Ausflug nach Lugang weiterlesen6. Tag – Taichung: 21.342 Schritte und noch mehr erlebnisse
Als wir heute morgen auf der Suche nach einem Frühstücksstand waren, sind wir direkt in einen Markt gestolpert. Da war mal richtig Trubel – ein Ameisenhaufen ist nichts dagegen. Eng an eng die Stände in den engen Gassen, die Mopedfahrer fahren trotzdem durch. Es wurde alles feil geboten und einige Dinge hat man schon von Weitem gerochen: Angenehm, wenn es um Gewürze geht, bei Fisch oder Stinketofu weniger… Eigentlich wäre ich gerne noch länger durch den Markt gestrolcht, aber wir hatten ja noch ein bissel was vor.
6. Tag – Taichung: 21.342 Schritte und noch mehr erlebnisse weiterlesen5. Tag – nach Taichung: Was an einem Tag alles so passieren kann
Die Rucksäcke sind gepackt, pfannkuchengefrühstückt haben wir auch – also los zum Bahnhof: Dort haben wir uns mit Jesko verabredet. Superpünktlich war auch unser Zug da. Er ist breiter als unser Zug und die Sitzreihen mit viel Beinfreiheit ausgestattet. Nach 45 Minuten schon waren wir in Miaoli. Den Zug nach Sanyi haben wir knapp verpasst: Wir haben halt entspannt den Nächsten genommen.
5. Tag – nach Taichung: Was an einem Tag alles so passieren kann weiterlesen4. Tag – Verregneter Ausflug in den Norden
Bei wunderschönem, warmen Wetter sind wir früh zum Bahnhof, um dort unser Mietauto abzuholen. Das hat auch alles prima geklappt und Sönke hat sich auf die Straße gewagt. Und war gleich mitten im Getümmel! Mopeds links, Mopeds rechts: Bei Ampeln ist ein Extrabereich vor den Autos eingezeichnet, in dem die Mopeds auf Grün warten. Springt die Ampel um, dann geht es los wie bei einem Hornissenschwarm! Sönke war froh, als er auf einer „oberen Etage“ der Straße angekommen war – dort fuhren nur noch Autos.
4. Tag – Verregneter Ausflug in den Norden weiterlesen3. Tag – Taipeh – Viel Kunst
Jesko sammelte uns heute morgen zum Frühstück ein: Vielleicht 200 Meter vom Hotel entfernt war ein kleines Straßenlokal. Dort bestellte Jesko eine ganze Runde Pfannkuchen mit verschiedenen Füllungen: Mit Ei, mit Fleisch, mit Gemüse, mit Thunfisch.
3. Tag – Taipeh – Viel Kunst weiterlesen2. Tag – Taipeh: Hoch hinaus
Angeblich hat Sönkes Wecker heute morgen geklingelt – aber erst Kirstens Klopfen an unserer Tür hat Sönke und mich aus dem Bett geholt. Da wir sozusagen „Innenkabine“ in unserem Hotel haben, haben wir es auch nicht an der Helligkeit gemerkt, dass es schon allerhöchste Zeit zum Aufstehen war. Also zackzack in die Klamotten und los.
2. Tag – Taipeh: Hoch hinaus weiterlesen1. Tag – Ankunft in Taipeh – Gründlich durchgecheckt
Die erste besondere Kontrolle erfuhr mein Pad: Noch in Hamburg wurde ein Sprengstoffabstrich gemacht. Negativ – also durften wir in den Flieger nach Amsterdam. Etwas durchgerüttelt ob des Sturms in Norddeutschland kamen wir dort wieder sicher auf den Boden. Nach einigen Stunden Wartezeit konnten wir in das Flugzeug nach Taipeh steigen: Kirstens und meine Bordkarte erhielten einen Sondercheck, weil sie irgendwie nicht gelesen werden konnten – aber alles gut. Die 12 Stunden Flugzeit waren schon lang – aber irgendwann auch vorbei. Am Flughafen mussten wir dann eine Extra-Corona-Gesundheitsauskunftskarte ausfüllen und sie an einem Schalter abgeben. Dann ging es durch ein Fiebermesstor – alles gut. Bei der Passkontrolle wurden Sönkes und mein Chinastempel im Pass genau studiert – aber wir durften durch, ist auch schon ein paar Tage her…
Unser Gepäck konnten wir komplett vom Band fischen und endlich Richtung Ausgang marschieren. Dort erwartete uns Jesko bereits. Schnell versorgten wir uns noch mit Geld und kauften eine Easy Card: Diese Karte kann immer wieder aufgeladen werden und wir hauptsächlich als U-Bahn-Ticket eingesetzt: Landesweit! Schlaue Lösung!
Eine knappe Stunde brauchten wir bis in die Stadt: Unsere Unterkunft hatte Sönke bewusst zentral gebucht. Als wir aus der Station nach draußen kamen, standen wir fast mitten in einem Puk Mopeds – jawoll, endlich wieder Asien!
Und dann kam noch ein Check: Nach dem Hotelcheckin kam die Rezeptionistin mit einem Ohrthermometer um den Tresen. Und dann mussten wir ihr alle brav ein Ohr leihen …
Wir haben die Rucksäcke nur schnell in die Zimmer geschmissen und sind dann los auf einen der vielen Nightmarkets. Jesko hat uns gleich ganz viele leckere Sachen vorgeschlagen und so sind wir schmausenderweise durch die Gassen gezogen: gedämpfte Reisküchlein, gefüllte Nudeln, frittierte Minitintenfische, gegrillte Hähnchenschnitzel und viele weitere Köstlichkeiten. Satt und doch langsam müde sind wir zurück ins Hotel: Mir war außerdem kalt – es waren gerade mal 10 Grad heute abend. Aber die nächsten Tage sollen schön warm und sonnig werden – es kann also losgehen!





















































































